Güterverkehrsstudie

Güterverkehrsstudie für das Gebiet der Metropolregion Rheinland

Durch die steigenden Verkehrszahlen im Schienengüterverkehr sowie die gleichzeitig umzusetzenden Angebotsausweitungen im Personenverkehr kommt es zu mehr und mehr Nutzungskonflikten auf dem Schienennetz im Rheinland. Der Nahverkehr konkurriert dabei mit dem Güter- und Fernverkehr um freie Zugtrassen, weil sich meist alle Beteiligten die Infrastruktur teilen müssen. Da es sich bei den Güterverkehrszügen überwiegend um internationale Verkehre handelt, erhalten diese im Konfliktfall oft Vorrang vor dem SPNV. Dadurch sind aus Sicht des Nahverkehrs Leistungsausweitungen, die durch das Bevölkerungswachstum und der Forderung nach einer Verkehrswende notwendig werden, immer schwerer umsetzbar.

Hinsichtlich des Güterverkehrs ergibt sich zudem die Schwierigkeit, dass die Akteurslandschaft in diesem Bereich kleinteilig und daher unübersichtlich sowie bisweilen intransparent ist. Dies liegt insbesondere daran, dass es in dieser Branche nicht nur Wettbewerb zwischen Unternehmen, sondern zusätzlich auch zwischen den unterschiedlichen Verkehrsträgern gibt.

Aus den vorgenannten Schwierigkeiten ergibt sich für den NVR als SPNV-Aufgabenträger – auch vor dem Hintergrund der politischen Forderung der verstärkten Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene – das Erfordernis, dass die Infrastrukturentwicklung verkehrsträgerübergreifend alle potenziellen Nutzungen mitberücksichtigt.

Ziel der Güterverkehrsstudie ist daher mittels integraler Betrachtung aller Verkehrsströme konkret zu verortende, über den aktuellen Planungsstand hinausgehende, infrastrukturelle Handlungsbedarfe vorrangig im Bereich der Schiene, aber auch im Bereich der Straße und der Güterverkehrsinfrastruktur (z. B. KV-Terminals) herauszuarbeiten, und darauf abgestimmt Flächen vorzuschlagen, die raumverträglich und bedarfsgerecht der Ansiedlung von verkehrsintensivem Gewerbe dienen können.

Organisatorische Rahmenbedingungen

Aufgrund der regionalen Verflechtungen im Güterverkehr wurde als Untersuchungsraum das Gebiet des Metropolregion Rheinland e.V. gewählt, welches den Kooperationsraum Nahverkehr Rheinland (NVR) und den westlichen und südlichen Teil des Kooperationsraums des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) umfasst.

Zur Diskussion der o. g. Ergebnisse mit den Akteuren in der Region und damit auch zur Schaffung eines Konsenses für das weitere Vorantreiben der empfohlenen Maßnahmen, soll der Erstellung des hier vorgestellten regionalen Güterverkehrskonzeptes ein regionaler Dialogprozess unter Federführung des Metropolregion Rheinland e.V. nachfolgen.

Eckdaten

Kooperationspartner: 

  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR
     
  • IHK-Initiative Rheinland
     
  • Metropolregion Rheinland e.V. 

 

Auftragnehmer: Bergische Universität Wuppertal (Lehr- und Forschungsgebiet Güterverkehrsplanung und Transportlogistik)

Unterauftragnehmer: 

  • Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co. KG (IVV)
     
  • Institut für Raumforschung & Immobilienwirtschaft Dr. Roland Busch, Michael Heinze PartG (IRI)
     
  • Ingenieurgesellschaft für Verkehrs- und Eisenbahnwesen mbH (IVE)