28.06.2019

Haltepunkt Overath-Vilkerath kann eingerichtet werden

Ergebnisse der Simulation wurden vorgestellt – Verbandsversammlung beauftragt NVR mit Realisierung der Station


Köln, 28. Juni 2019. Anfang des Jahres fand auf der Oberbergischen Bahn (RB 25) der seit langem vorgesehene Betriebsversuch zur Simulation eines Zugstopps am künftigen Haltepunkt Overath-Vilkerath statt. Ziel war es, unter realistischen Bedingungen festzustellen, ob ein zusätzlicher Halt in Overath-Vilkerath die Betriebsstabilität und damit die Pünktlichkeit der RB 25 belastet. In der Sitzung der NVR-Verbandsversammlung wurden nun die Ergebnisse der Simulation vorgestellt. Wie erwartet, wurden für den zusätzlichen Halt die im Fahrplan aktuell enthaltenen Fahrzeitpuffer zum Verspätungsabbau verzehrt. Die Ankunftsverspätung in Overath aus Richtung Engelskirchen stieg um 1 Minute und in Engelskirchen aus Richtung Overath um 0,54 Minuten. Ab Engelskirchen in Richtung Gummersbach kann dieser Fahrzeitverlust von einer guten halben Minute nicht kompensiert werden, sodass die Ankunft in Gummersbach später erfolgt. Damit entfällt zwangsläufig die Möglichkeit, auftretende Verspätungen im Bereich bis zu 2 Minuten zwischen Overath und Gummersbach zu kompensieren. Allerdings führten diese Verspätungen in keinem Fall dazu, dass Zugfahrten aufgrund dieser Abweichungen vorzeitig enden mussten. In der Interessenabwägung zwischen einer verbesserten Zugänglichkeit und erhöhtem Kundennutzen durch den zusätzlichen Halt in Overath-Vilkerath kann diese geringfügige Verschlechterung der Pünktlichkeitsqualität in Kauf genommen werden. Dieser Ansicht schlossen sich die Mitglieder der NVR-Verbandsversammlung an und beauftragten die Geschäftsführung, die Realisierung der Station Overath-Vilkerath anzugehen.

Maßnahmen zur Stabilisierung der Betriebsqualität sind erforderlich
Neben einem optimalen Standort des Haltepunktes schlägt der NVR zwei Maßnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit und Betriebsqualität vor: Die Errichtung einer zusätzlichen Zugkreuzungsstelle im Streckenabschnitt zwischen Overath und Engelskirchen im Bereich Ehreshoven sowie den Umbau der Halbschrankenanlagen in Overath und Engelskirchen zu Vollschrankenanlagen. Durch die Zugkreuzungsstelle in Ehreshoven ergibt sich nahezu eine Halbierung der rund zwölf Kilometer langen Blockstrecke, sodass im Verspätungsfall gleichzeitig Züge in Overath und Engelskirchen abfahren können und die Zugbegegnung im Betriebsbahnhof Ehreshoven erfolgen kann. Im Ergebnis wird damit die Leistungsfähigkeit des Streckenabschnitts deutlich verbessert und das Risiko von Verspätungsübertragungen auf Züge der Gegenrichtung vermindert. Der Umbau der Schrankenanlagen in Overath ist erforderlich, damit ein Zwischenöffnen des Bahnübergangs zwischen zwei Zügen ausbleibt und damit die aktuell anfallenden Zeitverluste vermieden werden können.

Gespräche über verkehrliche Auswirkungen stehen an
Als nächste Schritte im Zusammenwirken mit der DB Netz AG soll zur betrieblichen Qualitätsverbesserung im ca. 12 Kilometer langen Streckenabschnitt Overath – Engelskirchen die Begegnungsstelle „Ehreshoven“ eingerichtet werden. Weiterhin sollen Gespräche mit dem Eisenbahn-Bundesamt, den Straßenbaulastträgern Stadt Overath und Gemeinde Engelskirchen sowie der DB Netz AG zum Umbau von Halbschrankenanlagen zu Vollschrankenanlagen an den Zugkreuzungsbahnhöfen in Overath und Engelskirchen geführt sowie die innerörtlichen verkehrlichen Auswirkungen bewertet werden.

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