13.11.2018

NVR und DB bereiten Pilotversuch auf der RB 25 vor

Züge simulieren Halt an geplanter Station Overath-Vilkerath


Köln/Overath, 13. November 2018. Welche Auswirkungen ein zusätzlicher Stopp der Oberbergischen Bahn (RB 25) auf den Betriebsablauf hat, werden der Nahverkehr Rheinland (NVR) und das Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio NRW Anfang des kommenden Jahres untersuchen. Im Zeitraum zwischen Sonntag, dem 27. Januar 2019, und Samstag, dem 23. Februar 2019, simulieren die Züge der RB 25 im Rahmen eines Pilotversuchs einen Halt an der geplanten Station Overath-Vilkerath. Dazu halten die Bahnen auf freier Strecke und warten die Zeit ab, die ein Stopp an einem Bahnhof durchschnittlich dauert.

„Im Versuchszeitraum wird unter realistischen Bedingungen untersucht, ob ein zusätzlicher Halt in Overath-Vilkerath die Pünktlichkeit der RB 25 belastet“, so NVR-Verbandsvorsteher Stephan Santelmann. „Wir hoffen, dass wir den SPNV auf der Strecke der Oberbergischen Bahn durch mehrere einzelne Maßnahmen möglichst schnell effektiv stärken können. Und als Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises würde ich mich sehr freuen, wenn Overath mit dem neuen Haltepunkt durch die RB 25 noch besser erschlossen würde.“ Getestet wird ausschließlich bei Fahrten des stündlichen Stammtaktes zwischen Köln und Lüdenscheid. Die Verstärkerfahrten zwischen Köln und Engelskirchen bzw. Gummersbach sind von dem Test nicht betroffen. Nach dem Ende des Pilotversuchs wird DB Regio die Daten zur Pünktlichkeit auswerten. Somit kann eine Vorher-Nachher-Betrachtung erfolgen. Sollte die Betriebsstabilität trotz des zusätzlichen Stopps gewährleistet sein, soll die Realisierung des neuen Haltepunktes Overath-Vilkerath zeitnah erfolgen.

Der Pilotversuch kann im Januar stattfinden, da ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 der Westkopf des Bahnhofs Dieringhausen zweigleisig genutzt werden kann und dann wieder alle Züge in Ründeroth halten können. Zudem finden im Versuchszeitraum keine Bautätigkeiten auf der Strecke der RB 25 statt. Als weitere Maßnahme zur Stabilisierung der Betriebsqualität wird derzeit die Errichtung einer zusätzlichen Zugkreuzungsstelle im Streckenabschnitt zwischen Overath und Engelskirchen geplant. Diese soll im Bereich von Ehreshoven liegen und damit etwa auf der Hälfte des rund zwölf Kilometer langen eingleisigen Streckenabschnitts. Zukünftig könnten die Züge dann gleichzeitig in Overath und Engelskirchen abfahren und sich am Betriebsbahnhof Ehreshoven begegnen. Auf diese Weise kann die Leistungsfähigkeit des Streckenabschnitts deutlich verbessert und das Risiko von Verspätungsübertragungen auf Züge der Gegenrichtung vermindert werden.

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