16.05.2018

S bewegt die Menschen

Infomesse in Bergisch Gladbach zum S-Bahn-Ausbau im Knoten Köln lockt 350 Besucher


Köln/Bergisch Gladbach, 15. Mai 2018. Der Bürgerdialog für eine effiziente und zeitnahe Realisierung des S-Bahn-Ausbaus im Knoten Köln geht weiter. Nach der Infomesse Köln konnten sich Betroffene am Montag (14. Mai) im Bürgerhaus Bergisch Gladbach bei einer zweiten Infomesse mit den Planern und Vorhabenträgern austauschen. 350 Interessierte machten von dem Dialog-Angebot regen Gebrauch. Auch online haben die Bürgerinnen und Bürger weiter die Möglichkeit, eigene Vorstellungen einzubringen und Bedenken zu äußern: Der Online-Dialog unter dialog.sbahnkoeln.de wird verlängert und läuft nun noch bis zum 31. Mai 2018.

Für einen 10-Minuten-Takt sind der zweigleisige Ausbau der S 11 zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie der Ausbau des Kölner Hauptbahnhofs und des Bahnhofs Köln Messe/Deutz die zentralen Maßnahmen im ersten Projektabschnitt. Die Vorplanungen für die Erweiterung haben begonnen. Erste Entwürfe liegen vor und sollen bereits jetzt, weit vor der gesetzlich vorgeschriebenen Öffentlichkeitsbeteiligung, mit den Betroffenen diskutiert werden. Im Rahmen einer weiteren Infomesse hatten Interessierte im Bürgerhaus Bergischer Löwe die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit Projektbeteiligten und Planern. Ziel des offenen und transparenten Austauschs war es, den besten gangbaren Weg für eine schnelle Realisierung der Baumaßnahme zu finden. Auch Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium, nutzte die Gelegenheit zum Dialog im Rahmen der Infomesse. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte er bereits mehrfach die Notwendigkeit und den Nutzen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung betont: „Bei großen Infrastrukturprojekten wollen die Menschen heute frühzeitig und auch aktiv einbezogen werden. Sie müssen den Nutzen erkennen. Die Bürgerbeteiligung beim S-Bahnknoten Köln ist ein gutes Beispiel, das zeigt wie es gehen kann. Die gute Resonanz belegt, dass die Menschen das Angebot annehmen.“  Das Verkehrsministerium hat den S-Bahn-Ausbau Köln als ein Modellprojekt im neugegründeten Bündnis für Mobilität ausgewählt.

Bestmögliche Lösungen für Mensch und Natur  
Statt fester Programmpunkte standen offene Angebote zum direkten Gespräch mit Planern und Fachleuten im Zentrum der Infomesse. Interessierte konnten die Veranstaltung ohne Voranmeldung besuchen und ihre Ortskenntnisse sowie Eindrücke einbringen. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung gehen, wo dies möglich ist, in die weiteren Planungen ein.
„Wir wollen ein modernes und zukunftsfähiges S-Bahn-Netz für den Großraum Köln schaffen“, unterstreicht Bernd Köppel, Leiter Großprojekte West der DB Netz, den Stellenwert des Projekts. „Unsere Planer arbeiten intensiv an bestmöglichen Lösungen und zwar in Hinsicht auf Mensch und Natur. Die Bürger können uns unterstützen, indem sie schon in der Vorplanung ihre Erfahrungen und Hinweise einbringen.“

Dialogangebote werden gut angenommen
Die Dialogangebote zum S-Bahn-Ausbau stoßen bislang auf eine sehr positive Resonanz. Rund 200 Besucher nutzten die erste Infomesse am 9. April 2018 in der Stadthalle Mülheim zum Gespräch mit Planern und Projektpartnern. Auch der am 26. März 2018 gestartete Online-Dialog findet regen Anklang und wird daher jetzt verlängert. Bis zum 31. Mai 2018 können Bürgerinnen und Bürger sich unter dialog.sbahnkoeln.de anhand von Plänen und Luftbildern ein Bild von der Situation vor Ort machen, Rückfragen an die beteiligten Vorhabenträger und ihre Partner stellen und Anregungen äußern.

Wachsende Region mit steigenden Fahrgastzahlen
Der Ausbau der S 11 und der Stammstrecke ist nur der erste Schritt, um die bundes- und europaweit bedeutende Drehscheibe „Bahnknoten Köln“ zu erweitern. Im Juli 2017 haben das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Bahn und der Nahverkehr Rheinland (NVR) des Weiteren eine Planungsvereinbarung für den Ausbau der Regionalbahn RB 38 (Erftbahn) zur S-Bahn unterzeichnet. „Die Fahrgastzahlen im S-Bahn-Verkehr in und rund um Köln steigen seit Jahren, allein im Jahr 2016 um 7,6 Prozent“, erklärte NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober. „Vor dem Hintergrund des starken Wachstums der Metropolregion und zunehmender Pendlerverkehre wollen wir den Ausbau der S-Bahn im Sinne der Fahrgäste schnell vorantreiben. Wir suchen daher gemeinsam mit den Menschen schon im Frühstadium der Planung nach den besten Lösungen und sorgen so dafür, dass der dringend benötigte Ausbau effizient, erfolgreich und mit einem qualitativ überzeugenden Ergebnis umgesetzt werden kann.“ Zusätzlich ist in den kommenden Jahren eine Reihe weiterer Maßnahmen geplant, um den Kölner Bahnknoten insgesamt leistungsfähiger zu machen. Der stark frequentierte Kölner Eisenbahnring wird zunehmend zu einem Engpass im nationalen und internationalen Eisenbahnnetz – und das sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. Mit einem stufenweise umsetzbaren Bündel an Maßnahmen wollen die Projektpartner den Bahnknoten Köln stärken und so dafür sorgen, dass Menschen und Güter künftig besser und zuverlässiger ans Ziel kommen. Der Ausbau der S-Bahn ist dabei ein wichtiger Bestandteil.

Weitere Informationen zum S-Bahn Ausbau im Knoten Köln: www.sbahnkoeln.de

Pressematerialien und Infotafeln stehen zur redaktionellen Nutzung zum Download zur Verfügung:
www.sbahnkoeln.de/newsroom 

Weitere Informationen zum Bündnis für Mobilität: www.bündnis-für-mobilität.nrw.de  

Pressekontakt:
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kirsten.verbeek@deutschebahn.com , Tel. 0211/3680 2060
holger.klein@nvr.de , 0221/20808 47