Kapazitäten

Insgesamt weniger Ausfälle

Kapazitätsausfall nach Produktgruppen
Kapazitätsausfall nach Produktgruppen

Nach einer spürbaren Zunahme der Kapazitätsausfälle im NVR-Gebiet in 2018 lässt sich für 2019 in der Gesamttendenz eine moderate Verbesserung feststellen. Die durchschnittlichen Kapazitätsausfälle der Züge gehen von 2,43 % im Jahr 2018 auf 2,07 % zurück. Dies entspricht einer Verbesserung um 14,8 %. Gegenüber 2017 (1,53 %) ist allerdings eine Verschlechterung um 35,3 % festzustellen.

  • Produktgruppen RegionalExpress (RE), RegionalBahn (RB) und S-Bahn entwickeln sich aktuell unterschiedlich
  • Spürbarer Rückgang der Kapazitätsausfälle bei den RE-Linien: von 2,01 % in 2017 auf 2,72 % in 2018 und 1,88 % in 2019 (- 30,88 % von 2018 auf 2019)
  • Anhaltend negative Tendenz bei den RB-Linien: Verschlechterung seit 2017 (1,50 %) um 68,00 % auf 2,52 % in 2019 (2018: 2,35 %)
  • S-Bahn-Linien in 2019 (1,74 %) etwas besser als 2018, jedoch schlechter als im Jahr 2017
    (2017: 1,07 %, 2018: 2,26 %, Verbesserung um 23,01 % gegenüber 2018, Verschlechterung um 62,62 % gegenüber 2017)
  • Hohe Schwankungen der Werte, auch aufgrund des hohen Gesamtniveaus

Hinweis: Die zugrunde liegenden Sollkapazitäten entsprechen den jeweils vertraglich festgelegten Sanktionsgrenzen. Bewertet werden alle Nichterfüllungen des Sollwerts. Übererfüllungen werden nicht berücksichtigt. Der Regelbetrieb wird in vielen Fällen mit höheren Kapazitäten durchgeführt, wodurch die abgebildeten Werte nicht in allen Fällen den seitens des Fahrgastes wahrgenommenen Kapazitätsabweichungen entsprechen. Ausgefallene Züge werden ebenfalls nicht berücksichtigt. Linien, auf denen einheitliche Fahrzeuggrößen unterwegs und daher Kapazitätsausfälle nicht möglich sind (z.B. Südast RB 21), werden nicht berücksichtigt.

 

Fast alle RE-Linien teils deutlich verbessert

Kapazitätsausfall RE-Linien
Kapazitätsausfall RE-Linien
  • Auffällige Verbesserung bei RE 1, RE 4, RE  5 und RE 6 und RE 9
  • Die übrigen Linien (Ausnahme: RE 7, RE 12) ebenfalls verbessert
  • Start des RE5 (RRX) im Juni 2019 mit neuen Fahrzeugen und höheren Kapazitäten
  • Teilweise Einsatz frei gewordener Bestandsfahrzeuge (z. B. von RE 5 und RE 11) zur Stabilisierung des Betriebs anderer RE-Linien

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RB-Linien uneinheitlich

Kapazitätsausfall RB-Linien
Kapazitätsausfall RB-Linien
  • Heterogene Entwicklung der einzelnen Linien auf verschlechtertem Niveau
  • RB 33 mit Abstand schwächste Linie (Schwierigkeiten in der Umsetzung des Flügelzugkonzepts für den Abschnitt Heinsberg-Lindern, was zu verminderten Kapazitäten im Streckenabschnitt Lindern-Aachen führt)
  • RB 26 spürbare Verschlechterung (Personalengpässe ab Mai 2019, dadurch Einschränkungen beim Stärken und Schwächen in Remagen)
  • RB 48 deutlich schwächer (dauerhafter Ausfall von drei verunfallten Fahrzeugen, der nur teilweise durch zusätzlich angemietete Fahrzeuge ausgeglichen werden konnte)
  • Verbesserungen im vareo-Netz (RB 24, RB 25 und RB 30): bessere Fahrzeugverfügbarkeit aufgrund der Aufarbeitung von „Kinderkrankheiten“, Verringerung der „Langsteher“ (dauerhaft ausfallende Fahrzeuge aufgrund aufwändiger Reparaturarbeiten, z. B. durch Unfallschäden) sowie Erweiterung des Fuhrparks durch zusätzliche Fahrzeuge der Baureihe 644)
  • RB 21 und RB 30 mit besten Werten

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Konsolidierung auf der S-Bahn

Kapazitätsausfall S-Bahn-Linien
Kapazitätsausfall S-Bahn-Linien
  • Weitgehend gleichförmige Entwicklung (außer S 6): 2019 ist besser als 2018, aber zumeist schlechter als 2017
  • Leistungsvolumen der S-Bahnen wird bei gleichbleibendem Fuhrpark sukzessive ausgebaut (engere Instandhaltungskorridore, dadurch geringere Betriebsstabilität)
  • 2019 bessere Werkstattkonzepte, Erreichung einer etwas höheren Verfügbarkeit, insbesondere bei Fahrzeugen der Baureihe ET 420
  • Ausnahme S 6: Ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau in 2017 nun zwei Jahre in Folge deutlich verschlechtert, aber noch immer auf einem vergleichsweise guten Niveau (Fahrzeugengpässe durch Wartezeiten in den Werkstätten in Düsseldorf und Essen, außerdem Re-Design der Fahrzeugflotte)