Trocken und sicher zur U-Bahn

Trocken und sicher zur U-Bahn
Hansjörg Spielhoff, Geschäftsführer SWB Bus und Bahn, Oberbürgermeisterin Katja Dörner und NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober an der Haltestelle Robert-Schuman-Platz. (Foto: Stadtwerke Bonn/Benjamin Westhoff)

Neuer Glanz für Robert-Schuman-Platz

Bonn, 02. März 2022. In Bad Godesberg können die Fahrgäste an drei U-Bahn-Stationen ihre Bahn ab sofort auch bei Wind und Wetter komfortabel erreichen. Dafür sorgen fünf neue Dächer über Haltestellenzugängen der SWB Bus und Bahn. Hierfür investierte das Verkehrsunternehmen 1,2 Millionen Euro in den ÖPNV. 

"Wir sichern mit dieser hohen Investition in unsere Anlagen die Zukunft der Mobilität in Bonn und sehen uns gerüstet für die Herausforderungen der Verkehrswende", betont Hansjörg Spielhoff, Geschäftsführer der SWB Bus und Bahn. "Im Zentrum stehen die Kundinnen und Kunden, die geschützt Haltestellen und Bahnsteige erreichen müssen." „Nur, wenn wir den Umstieg auf den Öffentlichen Personen-Nahverkehr erleichtern und auch komfortabel gestalten, werden wir noch mehr Bürgerinnen und Bürger von Bus und Bahn überzeugen. Infrastrukturmaßnahmen wie diese modernen Dächer an Haltestellen steigern den Fahrgastservice und durch die Art der Gestaltung und Beleuchtung auch das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu Randzeiten“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner, die auch Aufsichtsratsvorsitzende von SWB Bus und Bahn ist. „Der ÖPNV ist ein zentraler Baustein der Mobilitätswende und sehr bedeutend für unseren Weg zur Klimaneutralität in Bonn.“

Neuer Glanz für Robert-Schuman-Platz

Knapp 190 Quadratmeter misst die Glas-Stahl-Konstruktion über der Rolltreppe hinab zur U-Bahn-Station am „Robert-Schuman-Platz“. Seit Ende Januar 2022 schenkt das Bauwerk dem Knotenpunkt zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis neuen Glanz – und ermöglicht den Fahrgästen der SWB Bus und Bahn vor allem einen trockenen und Zugang im Bereich der Haltestelle.

„In einer sehr kurzen Zeitspanne, ab August 2020, haben wir gemeinsam mit allen Partnern das Projekt in unter 18 Monaten erfolgreich realisieren können“, freut sich Projektleiter Manuel Behrendt. „Passend zur kalten Jahreszeit können wir Fahrgästen an den drei Haltestellen nun einen ansprechenden Wetter- und Windschutz bieten.“

1,2 Millionen Euro-Investition

Das 1,2 Millionen Euro schwere Projekt „Überdachungen von fünf Haltestellenzugängen an drei U-Bahn-Stationen“ startete mit der Montage eines Fahrtreppendachs an der Haltestelle „Wurzerstraße“. Bis Dezember 2021 folgten die beiden Zugänge zur Haltestelle „Plittersdorfer Straße“ mit zwei neuen Dächern sowie das kleinere Dach über dem Aufzug zur Haltestelle „Robert-Schuman-Platz“.

Für das Haltestellen-Modernisierungsprojekt nutzten die Stadtwerke Bonn eine 90-prozentige Förderung aus dem „NRW Sonderprogramm Kommunale Verkehrsinfrastruktur“ des Landes NRW, das in Folge der Corona-Pandemie aufgestellt wurde und für die Bonner Maßnahmen durch den Nahverkehr Rheinland (NVR) abgewickelt wird.

„Dies ist eine wichtige Fördermaßnahme, da die Modernisierungen für die Fahrgäste eine deutliche und sofort spürbare Komfortverbesserung bedeuten“, so NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober. „Dies ist gut angelegtes Geld für die Kundinnen und Kunden des Nahverkehrs und wir bedanken uns bei den Projektpartnern für die schnelle Realisierung.“

Zeitlos und hochmodern

Alle fünf Dächer besitzen eine anmutende Optik durch geradlinige Formen, große Glasfronten und filigran verbaute Stahlelemente, was SWB Bus und Bahn schon in ganz Bonn an Bahnhaltestellen etabliert hat: etwa entlang der B9 an der Heussallee, dem Juridicum, dem Auswärtigen Amt und dem Museum Koenig sowie an der Haltestelle „Rheinaue“. Zugleich fügen sich die anthrazitfarbenen Bauwerke zeitlos ins Umfeld jedes Stadtteils ein.

Der umlaufende LED-Streifen an der jeweiligen Decke sieht nicht nur schick aus, sondern er erhellt auch die Zugänge. „Wir steigern vor Ort die Sicherheit und den Fahrgastservice. Dadurch sinkt die ,Hemmschwelle‘, den ÖPNV in den Abend- und Nachtstunden zu nutzen,“ erklärt Co-Projektleiterin Regina Kühr.

Die Konstruktionen schützen Fahrgäste natürlich auch vor Wind und Wetter. Rutschige Rolltreppen – das war gestern. Mit der einfach prägnanten Gestaltung besitzen die neuen Dächer zudem einen hohen Wiedererkennungswert für Kundinnen und Kunden des Bonner Nahverkehrs. „Das unterstützt unser Leit- und Informationssystem, die Fahrgäste können sich also besser orientieren“, so Kühr.

Reduzierter Wartungsaufwand

Gleichzeitig schirmen die Konstruktionen auch die stark beanspruchten mechanischen Teile der kürzlich neu installierten Rolltreppen des Verkehrsbetriebs ab, die zu den unterirdischen Bahnsteigen führen. Dies schont Material, reduziert den Wartungsaufwand und erhöht die Lebensdauer der Rolltreppen deutlich.

Ein bisschen Kunst darf schlussendlich auch nicht fehlen und ermöglicht eine geschichtsträchtige Identifikation mit dem jeweiligen Stadtteil. So werden Fahrgäste an der Wurzerstraße von Professor Ferdinand Wurzer begrüßt, einem Bonner Mediziner, Pharmakologen und Chemiker, dessen Porträt die rückseitige Glasfront am Treppenabgang ziert.

Überzeugende Ergebnisse

In Plittersdorf hingegen hat sich das Verkehrsunternehmen für den Bonner Schauspieler und Godesberger Bürger Paul „Paulchen“ Kemp entschieden. Am gegenüberliegende Dach wurde die Optik des denkmalgeschützen Zaunes in die Folierung der Verglasung mit aufgenommen. Manuel Behrendt: „Damit wird der Zaun optisch verlängert.“

Die Ergebnisse überzeugen auf ganzer Linie. Weitere Fahrtreppenüberdachungen sind dem Verkehrsunternehmen zufolge bereits in Planung. „Überdachte und attraktiv gestaltete Zugänge stellen heute einen Grundanspruch der Fahrgäste im städtischen ÖPNV dar“, begründet die Projektleitung das. Ein Anspruch, dem SWB Bus und Bahn gern nachkommen.