Taxishuttle für Betroffene der Hochwasser-Katastrophe

Taxishuttle für Betroffene der Hochwasser-Katastrophe
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NVR, DEHOGA und DB bauen kostenlosen Taxishuttle für Betroffene der Hochwasser-Katastrophe auf

Köln/Düsseldorf, 27. Juli 2021. Viele Hotels in den Regionen Bonn, Köln und Aachen stellen Hotelzimmer für Menschen zur Verfügung, die von der Hochwasser-Katastrophe betroffen sind. Der Nahverkehr Rheinland (NVR), der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Nordrhein sowie die Deutsche Bahn (DB) und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) unterstützen dieses Engagement. „Um den Transport der Menschen aus Regionen, die derzeit nicht mehr durch SPNV und ÖPNV erschlossen sind, zu den Hotels zu organisieren, bauen wir gemeinsam mit den weiteren Projektpartnern einen für die Betroffenen, die so viel Leid erfahren mussten, kostenlosen Taxishuttle auf“, erläutert Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer des NVR.

Aktuell sind die Gebiete Kreis Euskirchen, Stadt Rheinbach, Swisttal und das Ahrtal durch das Angebot abgedeckt. Der NVR kontaktiert fortlaufend weitere Taxiunternehmen, um den Transport der vom Hochwasser Betroffenen aus weiteren Kommunen anzukurbeln. Zunächst war geplant, Busshuttles für den Transport der Hochwasseropfer in die Hotels einzusetzen, doch die Bündelung der Fahrten gestaltete sich sehr schwierig.

„Wir freuen uns darüber, dass wir als selber stark betroffenes Verkehrsunternehmen in der Region den NVR und die DEHOGA bei der Umsetzung dieses Projektes aktiv unterstützen können“, sagt Benjamin Ey, Verkehrsvertragsmanager von DB Regio NRW im Rheinland. Die DB organisiert, dass die an der Hilfsaktion beteiligten Taxiunternehmen ihre Aufwendungen erstattet bekommen.

Betroffene können sich über Hotline melden
Die im DEHOGA organisierten Hoteliers stellen Zimmer mit mehr als 1.000 Betten kostenlos zur Verfügung. Der DEHOGA übernimmt die Vermittlung zwischen Betroffenen und Hoteliers. „Hierfür haben wir eine Hotline eingerichtet, über die sich vom Hochwasser Betroffene in Nordrhein-Westfalen und im nördlichen Rheinland-Pfalz bei uns melden können. Sie erhalten dort auch gleich die Kontaktdaten der Taxiunternehmen“, erklärt Christoph Becker, verantwortlicher Geschäftsführer im DEHOGA Nordrhein und Initiator der Hotline. Die Hotline des DEHOGA ist erreichbar unter: 0800/988 6071 (10 bis 18 Uhr).

Jörg Hamel, Geschäftsführer des Handelsverbands Nordrhein-Westfalen Aachen-Düren-Köln e.V. und Vorsitzender des NVR-Hauptausschusses, hat den Kontakt zwischen DEHOGA und NVR vermittelt: „Die Arbeitgeberverbände und der NVR stehen zusammen, um ihren Beitrag an der Bewältigung der Folgen der Hochwasser-Katastrophe zu leisten – in der Region und über die Landesgrenzen nach Rheinland-Pfalz hinaus. Durch die Initiative, die der NVR nun aktiv umsetzt, helfen wir gemeinsam, die Krise zu überwinden.“

Nach wie vor Einschränkungen im Nahverkehr
Durch die Hochwasser-Katastrophe ist der Nahverkehr in vielen Gebieten immer noch eingeschränkt. Wir empfehlen daher allen Reisenden, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, sich vor Fahrtantritt über die bekannten Auskunftsmedien wie beispielsweise www.zuginfo.nrw , die Homepages der Verbünde oder die Homepages der Verkehrsunternehmen zu informieren, da es aufgrund der dynamischen Lage weiterhin zu zusätzlichen Ausfällen, Verspätungen und Beeinträchtigungen kommen kann.

Eine Zusammenstellung über die aktuelle Lage finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.nvr.de/flutauswirkungen-aktuelle-Zuginformationen

Zudem bitten wir die Fahrgäste um Verständnis, dass es auch auf vom Hochwasser nicht betroffenen Linien wegen der hohen Auslastung der vorhandenen Schieneninfrastruktur zu Verspätungen und Ausfällen kommen kann. Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung der durch die Unwetter-Katastrophe entstandenen Schäden.

Eine erste Zwischenbilanz zu den festgestellten Schäden hat die Deutsche Bahn am vergangenen Freitag vorgestellt. Die entsprechende Pressemitteilung finden Sie hier: Flutkatastrophe: Viele Bahnstrecken zerstört, Wiederaufbau wird Monate dauern | Deutsche Bahn AG