Bahnknoten Köln

Maßnahmen gegen den Kollaps: Bahnknoten Köln wird fit für die Zukunft

Der stark frequentierte Kölner Eisenbahnring ist nicht nur ein zentraler bundesweiter Verknüpfungspunkt – er erweist sich auch als einer der größten Engpässe im nationalen und internationalen Eisenbahnnetz. Und dies sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. Ein 2012 veröffentlichtes Gutachten, das Nahverkehr Rheinland (NVR) und DB Netz AG in Zusammenarbeit mit dem Landesverkehrsministerium NRW auf den Weg gebracht hatten, weist den richtigen Weg: Ein stufenweise umsetzbares Gesamtkonzept aus 15 Infrastrukturmaßnahmen kann den Bahnknoten Köln kombiniert mit optimierten Betriebsabläufen wirkungsvoll entlasten und für die Verkehrsströme der Zukunft rüsten.

Kern dieses Lösungsansatzes ist die Entflechtung der Verkehre: Derzeit müssen sich Hochgeschwindigkeits- und Nahverkehrszüge inklusive S-Bahnen, aber auch Güterzüge die Gleise teilen. Verzögerungen in nur einem dieser Systeme schlagen sofort auf die anderen durch. Getrennte Gleise und eine moderne Gleissicherungstechnik können die angespannte Verkehrssituation entzerren.
Nicht nur der Personen-, auch der Güterverkehr und damit die Wirtschaft leiden unter der Situation.

Auf der Kölner Bahnknoten-Konferenz vom Frühjahr 2015 diskutierten unter dem Titel „Wirtschaftsregion Rheinland auf dem Abstellgleis?“ rund 500 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Interessensverbänden über den dringend notwendigen Ausbau des Kölner Eisenbahnknotens. Mehr Infos zur Konferenz unter: Bahnknoten-Konferenz 2015

Damit die Verbesserungen im angestrebten Zeithorizont ab dem Jahr 2020 greifen können, ist zunächst der Kölner S-Bahn-Ausbau voranzutreiben.